9 interessante Fakten über Dover Castle, von denen wir wetten, dass Sie sie noch nicht kannten!

Hoch über den Weißen Klippen thront Dover Castle und wacht seit Jahrhunderten über die englische Küste. Von römischen Leuchttürmen bis hin zu Kriegstunneln, die tief in den Kreidefelsen verborgen sind – die Festung steckt voller Geschichten, die weitaus seltsamer sind als jede Fiktion.

9 faszinierende Fakten über Dover Castle

Hier ist noch ein römischer Leuchtturm erhalten

Lange bevor die mittelalterliche Burg entstand, errichteten die Römer kurz nach dem Jahr 43 n. Chr. auf dem Hügel einen Leuchtturm. Er ist als „Roman Pharos“ bekannt und gilt nach wie vor als eines der am besten erhaltenen römischen Bauwerke in England sowie als einer von nur drei erhaltenen römischen Leuchttürmen aus dem ehemaligen Römischen Reich.

Unter den Klippen verlaufen geheime Tunnel

Unter dem Schloss verbirgt sich ein Labyrinth aus Tunneln, das sich über mehr als drei Meilen erstreckt. Diese Kreidegänge, die ursprünglich während der Napoleonischen Kriege für Geschützstellungen angelegt wurden, wurden im Laufe des 19. und 20. Jahrhunderts zu Kriegszeit zu Kommandozentralen, Krankenhäusern und Kommunikationsknotenpunkten ausgebaut.

Die Evakuierung von Dünkirchen wurde von hier aus koordiniert

Während des Zweiten Weltkriegs dienten die unterirdischen Tunnel des Schlosses als geschütztes militärisches Hauptquartier. Im Jahr 1940 planten und leiteten die Befehlshaber die Evakuierung von mehr als 330.000 alliierten Soldaten aus Dünkirchen von Räumen aus, die direkt in den Kreidefelsen unterhalb der Klippen ausgehauen worden waren.

Eine riesige Kanone trug einen überraschend verspielten Spitznamen

Eine der berühmtesten Tudor-Waffen von Dover Castle trug den Spitznamen „Königin Elisabeths Taschenpistole“. Trotz ihres humorvollen Namens war die riesige Bronzekanone über sieben Fuß lang und symbolisierte die wachsende Bedeutung der schweren Artillerie für die Verteidigung der englischen Küste.

Häftlinge hinterließen Graffiti im Inneren des Großen Turms

Einst in der Burg festgehaltene ausländische Kriegsgefangene ritzten Namen, Zeichnungen und Botschaften in die Steinmauern des Großen Turms. Viele dieser Schnitzereien sind bis heute erhalten geblieben und gewähren kleine, aber persönliche Einblicke in das Leben von Menschen, das vor Jahrhunderten von Krieg und Gefangenschaft geprägt war.

Seltsame Geräusche im Tunnel haben praktische Erklärungen

Die unterirdischen Gänge sind bekannt für Geistergeschichten und mysteriöse Geräusche. Experten sind jedoch der Ansicht, dass die exponierte Lage der Burg an einer Steilküste ungewöhnliche Luftströmungen und Echos in den Kreidetunneln erzeugt, wodurch gewöhnliche Geräusche unheimlich und unerklärlich wirken.

Der Ort wird seit fast 2.000 Jahren verteidigt

Der Hügel diente bereits seit der Eisenzeit, lange vor der Ankunft der Römer, zu Verteidigungszwecken. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich derselbe strategisch wichtige Standort kontinuierlich weiter – von einer Hügelfestung über eine mittelalterliche Burg bis hin zu einem modernen Militärhauptquartier –, wodurch dieser Ort auf eine der längsten Verteidigungsgeschichten Großbritanniens zurückblicken kann.

Die Tunnel aus der Zeit Napoleons wurden später zu Kriegskrankenhäusern

Die Tunnel, die für die napoleonischen Geschützstellungen angelegt wurden, kamen damals im Kampf nie zum Einsatz. Stattdessen bauten spätere Generationen die Kammern zu geheimen Kriegseinrichtungen um, die mit Telefonzentralen, Kartenräumen, Büros und sogar unterirdischen Krankenstationen ausgestattet waren.

Die Erdarbeiten unterhalb der Burg sind älter als Rom

Hinter den Steinmauern verbergen sich gewaltige Gräben und Erdwälle, die ursprünglich von Gemeinschaften der Eisenzeit angelegt wurden. Die Landschaft selbst wurde im Laufe von Jahrtausenden immer wieder neu gestaltet, wodurch das Schlossgelände zu einem außergewöhnlichen, vielschichtigen Zeugnis der Verteidigungsgeschichte Großbritanniens geworden ist.

Häufig gestellte Fragen zu Dover Castle – Wissenswertes

Die Geschichte dieser Stätte reicht über 2.000 Jahre zurück und beginnt mit Erdwerken aus der Eisenzeit. Die mittelalterliche Steinburg, wie sie heute zu sehen ist, stammt größtenteils aus dem 12. Jahrhundert unter König Heinrich II.