Zehn interessante Fakten über den Kensington Palace in London

Der Kensington Palace vereint eine königliche Residenz aus dem 17. Jahrhundert, die Kinderzimmer von Königin Victoria und eine der stimmungsvollsten Gartenanlagen Londons. Wenn Sie zwischen Kensington und dem Buckingham Palace abwägen, wirken die Geschichten hier persönlicher – und die folgenden Fakten zeigen, warum.

Wissenswertes über den Kensington Palace

Begann als Nottingham House

Bevor die Königsfamilie dort einzog, war der Kensington Palace das Nottingham House, ein relativ bescheidenes Herrenhaus im jakobinischen Stil. Wilhelm III. und Maria II. erwarben es im Jahr 1689 und beauftragten anschließend Sir Christopher Wren, es zu einer würdigen königlichen Residenz auszubauen. Das Schloss, das die Besucher heute kennen, ruht noch immer auf dem Fundament dieses früheren Landhauses. Diese Veränderung hat seinen Status für immer verändert.

Für sauberere Luft ausgewählt

Wilhelm III. wählte Kensington nicht allein wegen der Pracht. Da er an Asthma litt, wünschte er sich einen Ort mit sauberer Luft, fernab vom Rauch und der Feuchtigkeit rund um Whitehall, und so zog der Königshof nach Westen. Es war eher eine gesundheitliche als eine zeremonielle Entscheidung, die dazu beitrug, einen der bekanntesten Paläste der Monarchie in London zu schaffen.

Das Elternhaus von Königin Victoria

Königin Victoria wurde 1819 im Kensington Palace geboren und verbrachte dort ihre Kindheit unter dem restriktiven „Kensington-System“, das von ihrer Mutter und ihren Beratern entwickelt worden war. Im Juni 1837 erfuhr sie zudem im Palast, dass sie Königin geworden war. Nur wenige königliche Gebäude sind so eng mit den prägenden Jahren eines Monarchen verbunden.

Nach wie vor ein Arbeitswohnsitz

Kensington ist nicht nur ein Museumsstück; es ist nach wie vor eine aktive königliche Residenz mit Privatgemächern, die von Mitgliedern der königlichen Familie genutzt werden. Aus diesem Grund sind nur ausgewählte Prunkräume und Ausstellungsräume für die Öffentlichkeit zugänglich. Das Ergebnis ist ein Besuch, der sich eher wie in einem bewohnten Haus anfühlt als in einem rein zeremoniellen Palast.

Ein Selbstporträt auf der Treppe

Einer der eindrucksvollsten Räume des Palastes ist die Königstreppe, die mit einem großen Wandgemälde des Künstlers William Kent geschmückt ist. Anstatt eine ordentliche Allegorie zu malen, füllte Kent das Bild mit Höflingen, Bediensteten und Mitläufern aus der Welt Georgs I. Er fügte sogar ein Selbstporträt hinzu und fügte sich damit unauffällig in die Palastgesellschaft an der Wand ein.

Victoria wurde hier getauft

Der reich verzierte Kuppelsaal ist mehr als nur ein architektonisches Prunkstück. Königin Victoria wurde dort im Jahr 1819 getauft, wodurch der Raum von Beginn ihres Lebens an eine direkte Verbindung zu einer der prägendsten Monarchinnen Großbritanniens aufweist. Die kunstvolle Decke und die Schnitzereien waren für feierliche Anlässe gedacht, und diese Atmosphäre ist bis heute spürbar.

Königin Mary II. starb hier

Hinter all dem Prunk war der Kensington Palace auch Schauplatz privater Trauer. Königin Mary II. starb dort im Jahr 1694 an den Pocken, wodurch die eher ruhigen Staatsgemächer der Königin mit einer der tragischsten Episoden des Hofes in Verbindung gebracht werden. Dies erinnert daran, dass diese Räume keine Kulissen waren; es handelte sich um bewohnte Räume, die von Krankheit, Trauer und Familienleben geprägt waren.

Dianas Gedenkgarten

Der Sunken Garden wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts angelegt, doch seine heutige Bedeutung ist untrennbar mit Prinzessin Diana verbunden. Im Jahr 2021 enthüllten Prinz William und Prinz Harry dort an dem Tag, an dem ihre Mutter ihren 60. Geburtstag gefeiert hätte, eine Statue zu ihrem Gedenken. Durch diese Ergänzung wurde der Garten sowohl zu einer gartenbaulichen Sehenswürdigkeit als auch zu einer Gedenkstätte.

„Royal Fashion“ hat ein neues Zuhause gefunden

Im Laufe der Jahre ist der Kensington Palace eng mit Ausstellungen zur königlichen Mode und mit Präsentationen aus der königlichen Zeremonienkleidungssammlung verbunden. Dieser Schwerpunkt unterscheidet ihn von Palästen, bei denen Möbel oder militärische Spektakel im Vordergrund stehen. Kleidung, Schmuck und persönliche Accessoires offenbaren Stand, Geschmack und Persönlichkeit auf eine Weise, wie es Porträts allein selten vermögen.

Vom Privatgrundstück zum öffentlichen Park

Der Kensington Palace stand einst auf einem Gelände, das als privater königlicher Garten genutzt wurde, doch heute sind die Kensington Gardens ein öffentlicher Park, der fest im Londoner Alltag verankert ist. Diese Veränderung verändert die gesamte Atmosphäre eines Besuchs. Sie können von den Prunkräumen und der königlichen Geschichte zu breiten Wegen, Teichen und Blumenbeeten gelangen, ohne sich jemals von der Stadt abgeschnitten zu fühlen.

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