Die Architektur des British Museum | Architektur im Stil der griechischen Renaissance und klassische Innenausstattung

Das British Museum ist eines der bedeutendsten architektonischen Wahrzeichen Londons und wird für seinen prächtigen Stil im Stil der griechischen Renaissance und seine monumentalen Säulen geschätzt. Das von Sir Robert Smirke entworfene und Mitte des 19. Jahrhunderts fertiggestellte Museum verbindet neoklassizistische Eleganz mit modernen Ergänzungen wie dem markanten Dach des Great Court und ist damit ein Muss für Architektur- und Geschichtsliebhaber gleichermaßen.

Die Architektur des British Museum | Überblick

  • Offizieller Name: British Museum
  • Art der Sehenswürdigkeit: Öffentliches Museum und kulturelles Wahrzeichen
  • Ort: Great Russell Street, Bloomsbury, London WC1B 3DG, Vereinigtes Königreich
  • Gegründet: 1753
  • Hauptgebäude fertiggestellt: 1852
  • Architektonischer Stil: Architektur im Stil der griechischen Renaissance
  • Hauptarchitekten: Sir Robert Smirke, Sydney Smirke, Foster und Partner
  • Wichtige architektonische Highlights: Die prächtige Säulenfassade, das Glasdach des Großen Hofes, der Lesesaal, die griechisch anmutenden Säulen und der dreieckige Giebel
  • Gebäudeeigenschaften: 43 ionische Säulen, eine monumentale Eingangstreppe und der zwei Hektar große, überdachte Great Court
  • Berühmter moderner Anbau: Der Queen Elizabeth II Great Court, der im Jahr 2000 eröffnet wurde und über ein von Foster and Partners entworfenes Glas- und Stahldach verfügt

Architektonische Stile und Einflüsse des British Museum

Fundamente im Stil der griechischen Renaissance

Das British Museum ist ein herausragendes Beispiel für die Architektur des griechischen Revivals im Vereinigten Königreich, die von den Tempeln und öffentlichen Gebäuden des antiken Griechenlands inspiriert ist. Es wurde von Sir Robert Smirke entworfen und spiegelt eine Epoche wider, in der Großbritannien die klassische griechische Architektur mit Wissen, Demokratie und kulturellem Ansehen verband.

Klassische Designmerkmale

Das markanteste Merkmal des Museums ist seine Südfassade mit 43 ionischen Säulen und einem dreieckigen Giebel. Seine Symmetrie und seine klaren Linien spiegeln den neoklassizistischen Stil wider, der sich in Wahrzeichen wie der Londoner National Gallery und dem US-Kapitol widerspiegelt.

Innenarchitektur und Raumplanung

Im Inneren setzt das Museum seine neoklassizistische Formensprache fort, mit Galerien, hohen Decken und breiten Gängen, die in einer geordneten Anordnung angeordnet sind. Die Architektur verbindet Eleganz mit Funktionalität und lässt natürliches Licht und harmonische Proportionen das Besuchererlebnis prägen.

Die moderne Neugestaltung des Great Court

Im Jahr 2000 weihte das Museum den von Foster + Partners entworfenen „Queen Elizabeth II Great Court“ ein. Sein Dach aus Glas und Stahl, bestehend aus über 3.000 einzigartigen Scheiben, verwandelte den zentralen Innenhof in einen der größten überdachten öffentlichen Plätze Europas und verband moderne Transparenz mit der Architektur des Museums im Stil der griechischen Renaissance.

Architektonische Höhepunkte und charakteristische Merkmale des British Museum

Ancient Greek temple facade at the British Museum with sculptures and columns.

Der Südportikus

Der prächtige Südeingang des Museums, der von antiken griechischen Tempeln inspiriert ist, besticht durch hoch aufragende ionische Säulen, massive Steinstufen und eine monumentale neoklassizistische Fassade.

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Wer hat das British Museum entworfen?

Sir Robert Smirke

Sir Robert Smirke war der Hauptarchitekt, der für den im griechischen Revival-Stil gehaltenen Entwurf des British Museum verantwortlich war. Er stellte sich das Museum als einen „Tempel des Wissens“ vor, inspiriert von der Symmetrie der antiken griechischen Architektur. Sein Entwurf prägte die Südfassade des Museums, die ionischen Säulen und den neoklassizistischen Grundriss, die das Gebäude bis heute prägen.

Sydney Smirke

Sydney Smirke, der jüngere Bruder von Sir Robert Smirke, trug später zur Erweiterung des Museums bei und entwarf Mitte des 19. Jahrhunderts den berühmten runden Lesesaal. Seine Arbeit fügte sich harmonisch in die ursprüngliche neoklassizistische Architektur ein und schuf zugleich einen der markantesten Innenräume des Museums.

Foster und Partner

Im Jahr 2000 gestaltete das Architekturbüro Foster and Partners das Museum neu und schuf dabei den Queen Elizabeth II Great Court. Unter der Leitung von Norman Foster wurde im Rahmen des Projekts ein modernes Dach aus Glas und Stahl realisiert, das dem historischen Komplex Offenheit, Transparenz und Tageslicht verleihen soll.

Die Geschichte der Architektur des British Museum

Das Montagu House und die Anfänge des Museums (1753–1823)

Das British Museum wurde 1753 gegründet und war zunächst im Montagu House untergebracht, einem Herrenhaus aus dem 17. Jahrhundert in Bloomsbury. Mit dem Wachstum der Sammlung wurde das Gebäude zu eng, was Pläne für einen eigens dafür errichteten Bau nach sich zog, der die wachsenden kulturellen Ambitionen Großbritanniens widerspiegeln sollte.

Sir Robert Smirkes Meisterwerk im Stil der griechischen Renaissance (1823–1852)

Im Jahr 1823 gestaltete Sir Robert Smirke das Museum im Stil der griechischen Neoklassik neu, inspiriert von antiken griechischen Tempeln. Es wurde über einen Zeitraum von fast 30 Jahren in mehreren Bauabschnitten errichtet und ersetzte das Montagu House durch das neoklassizistische Wahrzeichen, das wir heute sehen und das sich durch seine ionische Säulenreihe, seine Symmetrie und seine monumentale Südfassade auszeichnet.

Der runde Lesesaal und der viktorianische Anbau (1850er Jahre)

Sydney Smirke vollendete 1857 den „Round Reading Room“, einen kuppelförmigen, kreisförmigen Raum, der zu einem der weltweit bedeutendsten Lesesäle wurde. Das Museum wurde im Laufe der viktorianischen Ära kontinuierlich erweitert, da seine Sammlungen stetig wuchsen.

Die Umgestaltung des Großen Hofes (1997–2000)

Zwischen 1997 und 2000 gestaltete Foster + Partners den zentralen Innenhof zum „Queen Elizabeth II Great Court“ um. Das aus über 3.000 Glasscheiben bestehende Glas- und Stahldach schuf einen der größten überdachten öffentlichen Plätze Europas und verband modernes Design mit dem historischen Gebäude.

Das Äußere des British Museum

Die imposante Südfassade

Die Fassade des Museums ist ein herausragendes Beispiel für die Architektur des griechischen Revivals und wurde im 19. Jahrhundert von Sir Robert Smirke entworfen. Die Südfassade erstreckt sich entlang der Great Russell Street und besticht durch strenge Symmetrie und eine tempelartige Form, die für Wissen, Beständigkeit und bürgerliche Autorität steht.

Die ionische Säulenreihe und der klassische Portikus

Eine ionische Säulenreihe bildet den Haupteingang, mit hohen Säulen, die von spiralförmigen Voluten gekrönt sind, die von antiken griechischen Tempeln inspiriert sind. Ihr Abstand erzeugt einen gleichmäßigen visuellen Rhythmus und lenkt den Blick durch klassische Ausgewogenheit und Proportionen auf das Gebälk und den Giebel.

Die Giebelplastiken

Über dem Eingang befindet sich Richard Westmacotts Der Fortschritt der Zivilisation (1851). Der kunstvoll gestaltete Giebel verdichtet eine Erzählung vom menschlichen Fortschritt – von den Anfängen des Lebens hin zu Kunst, Wissenschaft und Bildung – und bekräftigt so die Identität des Museums als „Tempel des Wissens“ in Stein.

Die monumentale Eingangstreppe

Eine breite Steintreppe führt von der Straßenebene hinauf zum Portikus und vermittelt dabei bewusst das Gefühl eines Aufstiegs. Dieser Übergang unterstreicht die Anfahrt, indem er die Bewegungsabläufe an der axialen Symmetrie des Gebäudes ausrichtet und dessen feierlichen Charakter verstärkt.

Portland-Stein und die Präsenz des Materials

Die aus Ziegeln erbaute und mit hellem Portlandstein verkleidete Fassade wirkt einheitlich und hell. Aus der Nähe werden die feinen Verwitterungsspuren und die geschnitzten Details deutlicher, während das Bauwerk aus der Ferne als ein zusammenhängender, klassischer Baukörper erscheint, der durch Licht und Schatten geformt wird.

Symmetrie und neoklassizistische Ordnung

Die Außenfassade zeichnet sich durch strenge Symmetrie und Proportionen aus, vom Säulenabstand bis zur Anordnung der Fassade. Diese Geometrie spiegelt die neoklassizistischen Ideale von Klarheit und rationaler Ordnung wider und präsentiert das Museum als Ausdruck kultureller Autorität und Stabilität.

Das Innere des British Museum

Der Große Saal

Der „Queen Elizabeth II Great Court“ ist der zentrale Innenraum des Museums, der von Norman Foster und Foster and Partners entworfen und im Jahr 2000 fertiggestellt wurde. Dadurch wurde der ehemalige Innenhof in einen weitläufigen, überdachten öffentlichen Platz unter einem Dach aus Glas und Stahl verwandelt, das aus über 3.000 einzigartigen Scheiben besteht.

Der Lesesaal

Im Zentrum des Großen Hofes befindet sich der Lesesaal, ein kreisförmiger Bau im neoklassizistischen Stil, der im 19. Jahrhundert fertiggestellt wurde. Die gewölbte Decke schafft einen streng geordneten Innenraum, der einst für Studien und Forschungszwecke genutzt wurde.

Weston Hall

Die Weston Hall bildet den zentralen Eingangsbereich des Museums und dient als wichtiger Übergang zwischen der Außenfassade und den Innenausstellungsräumen. Es wurde von Sydney Smirke entworfen und zeichnet sich durch eine imposante zentrale Treppe sowie klassische Details aus, die die neoklassizistische Formensprache des Museums widerspiegeln.

Die Haupttreppen und das Wegeleitsystem

Breite Steintreppen und lange Gänge verbinden die Ausstellungsräume des Museums über mehrere Etagen hinweg. Diese Verkehrsflächen legen Wert auf Klarheit, Proportionen und Bewegung und nutzen Höhe und Wiederholungen, um den räumlichen Fluss durch das Gebäude zu lenken.

Die Galerien

Die Galerien sind als lange, lineare Innenräume mit einheitlichen Proportionen und hohen Decken angelegt. Diese geordnete Anordnung spiegelt die Prinzipien der Klassifizierung aus der Zeit der Aufklärung wider, wobei die Architektur eine strukturierte Präsentation und einen logischen Ablauf durch die Sammlungen ermöglicht.

Die Königliche Bibliothek / Galerie der Aufklärung

Die Galerie der Aufklärung ist einer der bedeutendsten historischen Innenräume des Museums. Es bewahrt seinen neoklassizistischen Charakter aus dem 19. Jahrhundert und zeichnet sich durch hölzerne Bücherregale sowie raffinierte Proportionen aus, die seine ursprüngliche wissenschaftliche Funktion widerspiegeln.

Häufig gestellte Fragen zur Architektur des British Museum

Das British Museum ist im neoklassizistischen Stil der griechischen Renaissance erbaut und von antiken griechischen Tempeln inspiriert. Die Verwendung ionischer Säulen, die Symmetrie und die Bauweise aus Stein spiegeln die Ideale von Ordnung, Wissen und Beständigkeit wider.

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