Lohnt sich ein Besuch der St. Paul’s Cathedral?

Man spürt St. Paul’s, noch bevor man es versteht. Das Kirchenschiff öffnet sich weit, die Kuppel lenkt den Blick fast unwillkürlich nach oben, und das gesamte Gebäude scheint so gestaltet zu sein, dass man unweigerlich langsamer wird. Selbst an einem geschäftigen Tag gibt es einen Moment, in dem der Lärm der Stadt nachlässt und die Weite des Ortes einen in ihren Bann zieht.

Es wurde erbaut, um Londons Zuversicht nach dem Großen Brand wiederherzustellen, und dieses Bestreben prägt den Besuch bis heute. Christopher Wren entwarf keine bescheidene Pfarrkirche; er schuf ein nationales Wahrzeichen, das Gottesdienste, Zeremonien, Trauer und Feierlichkeiten unter einer einzigen Kuppel vereinen konnte.

Der Gewinn besteht nicht nur in der Schönheit, sondern auch in der Perspektive. Sie verlassen den Ort, nachdem Sie London von oben gesehen haben, seine Helden, die dort begraben liegen, und sein öffentliches Gedächtnis, das in einem einzigen Gebäude vereint ist. An wenigen Orten lässt sich die Stadt so deutlich erfassen.

Überspringen Sie diesen Punkt, wenn: schmale Treppen, Höhen oder lange Treppenstiege einen Besuch eher zu einer Anstrengung als zu einem Vergnügen machen.

Was gibt es in der St. Paul’s Cathedral zu sehen?

Nave inside St. Paul’s Cathedral
Dome mosaics at St. Paul’s Cathedral
Whispering Gallery at St. Paul’s Cathedral
Stone Gallery views at St. Paul’s Cathedral
Golden Gallery at St. Paul’s Cathedral
Crypt at St. Paul’s Cathedral
Oculus film experience at St. Paul’s Cathedral
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Das Kirchenschiff

Der erste Blick fällt ganz auf die Weite: der gemusterte Boden, der lange, prächtige Raum und die Kuppel, die sich dahinter erhebt. Halten Sie hier kurz inne, bevor Sie mit dem Klettern beginnen, denn diese zentrale Achse lässt sich am besten erkennen, bevor die Gruppen am späten Vormittag den Boden füllen.

Die Kuppelmosaike

Stellen Sie sich unter die innere Kuppel und blicken Sie langsam nach oben. Die gemalten Szenen aus dem Leben des Heiligen Paulus und die vergoldeten Verzierungen lohnen eine geduldige Betrachtung, und gerade hier wirkt die Kathedrale weniger wie ein Wahrzeichen, sondern eher wie ein inszeniertes Theaterstück.

Die Flüstergalerie

Dieser kreisförmige Balkon, den Sie nach 257 Stufen erreichen, bietet Ihnen einen direkten Blick hinunter in die Kathedrale und auf die berühmte Akustik der geschwungenen Wände. Da es sich um eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten handelt, können Besucher, die früh kommen, den Ort am besten genießen.

Die Steingalerie

Dieser Außenweg ist die erste Belohnung unter freiem Himmel nach dem Aufstieg und bietet einen freien Blick auf die Themse, die Millennium Bridge und die Tate Modern. Dies ist ein idealer Zwischenstopp, wenn Sie den Blick auf die Skyline genießen möchten, ohne den letzten steilen Anstieg bewältigen zu müssen.

Die Goldene Galerie

Nach 528 Stufen erreichen Sie die kleine Plattform, die sich um die Kuppel herum erstreckt. Die Kapazitäten sind naturgemäß begrenzt, sodass es hier gegen Mittag zu kurzen Wartezeiten kommen kann. Der 360-Grad-Blick auf die Skyline ist der Grund, warum die meisten Menschen immer wieder hinaufsteigen.

Die Krypta

Unter der Erde befinden sich die Gräber von Admiral Nelson, dem Herzog von Wellington und Sir Christopher Wren. Die Krypta beherbergt zudem Gedenkstätten, ein Café und einen Großteil des nationalen Gedächtnisses der Kathedrale in einem ruhigeren, gedächtnisvolleren Raum.

Oculus-Filmerlebnis

Dieser 270-Grad-Film hilft Ihnen dabei, das Gebäude in die Geschichte Londons einzuordnen – vom Großen Brand bis zum Blitzkrieg. Dies ist besonders hilfreich, wenn Sie die Ausstellung ohne Führung besuchen und sich zunächst einen Überblick verschaffen möchten, bevor Sie die einzelnen Räume miteinander in Verbindung bringen.

Warum eine Führung buchen?

Ohne Kontext verschwimmen die Wahrzeichen von Westminster miteinander, und die Details von St. Paul’s wirken eher dekorativ als klar erkennbar. Die geführte Stadtführung in kleiner Gruppe durch Westminster mit Eintrittskarten für die St. Paul’s Cathedral verbindet die Machtzentren der Stadt miteinander und ermöglicht Ihnen anschließend einen gezielten Besuch der Kathedrale.

So erkunden Sie die St. Paul’s Cathedral

Ein kurzer Überblick über die Geschichte der St.-Paul-Kathedrale

  • 604 n. Chr.: Auf dem Ludgate Hill wird eine dem Heiligen Paulus geweihte Kathedrale gegründet, wodurch dieser Ort zum bischöflichen Zentrum Londons wird.
  • 1666: Die mittelalterliche Kathedrale wurde beim Großen Brand von London schwer beschädigt, sodass ein vollständiger Wiederaufbau unumgänglich wurde.
  • 1675: Sir Christopher Wren beginnt mit dem Bau der heutigen Kathedrale und verfolgt dabei ein monumentales Barockkonzept für eine sich erholende Hauptstadt.
  • 1697: Der erste Gottesdienst findet in dem noch unfertigen Gebäude statt und markiert damit die Rückkehr von St. Paul’s in das religiöse Leben Londons.
  • 1710: Die Kathedrale gilt als fertiggestellt, einschließlich der großen Kuppel, die die Skyline von London neu prägen wird.
  • 1940–1941: St. Paul’s übersteht den Blitzkrieg und wird zu einem Symbol für die Widerstandskraft der Nation, nachdem Fotos zeigen, wie sich seine Kuppel aus dem Rauch erhebt.
  • Heute: Sie ist nach wie vor eine aktive Kathedrale, eine Festkirch und eine bedeutende Sehenswürdigkeit mit Emporen, der Krypta und täglichen Gottesdiensten.

Lesen Sie die vollständige Geschichte der St. Paul’s Cathedral →

Die Architektur der St.-Paul-Kathedrale

Wer hat es gebaut?

Sir Christopher Wren entwarf die heutige Kathedrale nach dem Großen Brand von 1666 mit Unterstützung der Krone und der Church of England. Sein Ziel war nicht bloß der Ersatz, sondern der Wiederaufbau einer nationalen Kirche für eine sich erholende Hauptstadt. Die imposante Kuppel war für das protestantische England ein gewagtes Unterfangen und veränderte die Skyline Londons nachhaltig.

Sir Christopher Wren leitete den Wiederaufbau, allerdings erst nach jahrelangen Auseinandersetzungen mit den kirchlichen Behörden und der Krone darüber, wie prächtig das neue Gebäude gestaltet werden sollte. Sein endgültiger Entwurf schuf ein Gleichgewicht zwischen den liturgischen Anforderungen der anglikanischen Kirche und der Dramatik des kontinentalen Barocks und machte aus einem Wiederaufbauprojekt nach dem Brand ein Zeichen des nationalen Selbstbewusstseins.

Warum St. Paul’s nach wie vor Londons zeremonielle Kirche ist

St. Paul’s ist für London nicht nur als architektonisches Denkmal von Bedeutung, sondern auch als Schauplatz des nationalen Gedächtnisses. Hier fanden Dankgottesdienste, Staatsbegräbnisse, Jubiläumsfeiern und bedeutende Anlässe der öffentlichen Trauer in einem Rahmen statt, der groß genug war, um eine bürgerliche und nicht nur lokale Dimension zu vermitteln. Diese Rolle erklärt, warum sich das Gebäude von anderen Kirchen unterscheidet: Es ist ebenso Teil der Geschichte, die London über sich selbst erzählt, wie es zum Gemeindeleben gehört. Wenn Sie dort drinnen stehen, befinden Sie sich an einem Ort, an den sich die Stadt noch immer wendet, wenn Geschichte öffentlich wird.

Häufig gestellte Fragen zur St.-Paul-Kathedrale

Ja. Der Aufstieg zur Kuppel, die Krypta und der Multimedia-Führer bieten Ihnen weit mehr als nur einen kurzen Kirchenbesuch, und der Blick auf die Skyline ist der Höhepunkt. Buchen Sie Ihre Eintrittskarten für die St. Paul’s Cathedral im Voraus, damit Sie weniger Zeit am Ticketschalter verbringen müssen.

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